Aktion Sprungbrett darf nicht zur Mogelpackung für Langzeitarbeitslose werden

Der Salzburger SPÖ-Chef fordert dazu auf, die Petition für die Umsetzung der Aktion 40.000 zu unterzeichnen. Außerdem hält Egger es für notwendig, zwischen strukturellen Langzeitarbeitslosen und Corona-Arbeitslosen zu unterscheiden. Für beide Gruppen brauche es jeweils zielgerichtete Beschäftigungsprogramme.
 
Während die SPÖ in Anlehnung an die Aktion 20.000 aktuell für die Umsetzung einer Aktion 40.000 wirbt und mit einer parlamentarische Petition öffentlichen Druck erzeugt , hat der neoliberale ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher mit der Aktion ‚Sprungbrett‘ ein Programm für Langzeitarbeitslose angekündigt, das zumindest teilweise wie eine Kopie der Aktion 40.000 anmutet. Für David Egger steht unterdessen fest: „Egal, ob das Beschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose Aktion 40.000, Aktion Sprungbrett oder wie auch immer heißt, ist eines notwendig: Es braucht dringend ein Wiederbeschäftigungsprogramm für Langzeitarbeitslose, und es braucht darüber hinaus ein Programm für Corona-Arbeitslose.“  Der Salzburger SPÖ-Chef fordert öffentlich dazu auf, bis Anfang Mai die SPÖ-Petition für die Umsetzung der Aktion 40.000 zu unterzeichnen: http://david-egger.link/aktion-40000

Es braucht zielgerichtete Beschäftigungsprogramme

„Rein formal betrachtet gelten alle Menschen, die länger als 12 Monate keinen Arbeitsplatz finden, als Langzeitarbeitslose. Die Corona-Arbeitslosigkeit lässt sich aber nicht mit struktureller Langzeitarbeitslosigkeit gleichsetzen. In einem Fall haben die Menschen wegen der Pandemie ihren Job verloren, im anderen deswegen, weil sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oder gesundheitlicher Probleme keine Anstellung finden. Beide Gruppen verdienen Unterstützung, ohne dass diese gegeneinander ausgespielt werden“, so Egger, der warnt: „Die Aktion Sprungbrett darf nicht zur Mogelpackung für strukturelle Langzeitarbeitslose werden. Der Fokus dieses Beschäftigungsprogramms muss auf jenen Menschen liegen, die Corona-unabhängig nur schwer einen Arbeitsplatz finden.“
 

Egger geht es um die Sache

„Es ist völlig irrelevant, wenn die Bundesregierung die Aktion 40.000 aus Marketinggründen lieber Aktion Sprungbrett nennen will, solange sich die Joboffensive nicht nur namentlich, sondern auch inhaltlich an unserem SPÖ-Vorschlag anlehnt“, ergänzt Egger. Der sozialdemokratische Vorschlag sieht die Schaffung von Arbeitsplätzen in öffentlichen Einrichtungen, in den Gemeinden, sowie bei öffentlichen Organisationen und sozialen Unternehmen vor und sollen im ersten Jahr von der öffentlichen Hand, im zweiten Jahr von Staat und den Betrieben kofinanziert werden.

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